Obst, Gemüse und Vollkornprodukte: Ein ausgewogenes Pausenfrühstück kommt auch der Entwicklung der Zähne zugute.

Rote Äpfel, orange Möhren, violette Pflaumen, grüne Kohlrabi … nicht nur die Farbenvielfalt von Gemüse und Obst ist beeindruckend, sondern auch die Vielfalt ihrer Inhaltsstoffe. Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen enthalten pflanzliche Lebensmittel auch sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper nachweisbar vor Krankheiten schützen können. Ein hoher Konsum an Gemüse, Obst und Vollkorn ist mit einem verringerten Risiko für Herz-Kreislauf- und einige Krebserkrankungen verbunden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt deshalb den täglichen Verzehr von fünf Portionen Gemüse und Obst.

Diese Empfehlungen stehen im Einklang mit den Empfehlungen zur zahngesunden Ernährung, denn rohes Gemüse, frisches Obst und Vollkornprodukte enthalten nicht nur viele wertvolle Nährstoffe, sondern regen den Speichelfluss an, weil sie kräftig gekaut werden müssen. Es entsteht sehr viel mehr und besserer Speichel.

Ein Zuckerverbot ist nicht möglich, nicht sinnvoll und auch nicht nötig. Es gibt eine andere Lösung zum Umgang mit Süßigkeiten und süßen Getränken, den „zuckerfreien Vormittag“.

Zuckerfreier Vormittag heißt, nach dem morgendlichen Zähneputzen bis zum Mittagessen kauaktive, naturbelassene Lebensmittel (z.B. Käsebrot, Äpfel, Karotten) als Zwischenmahlzeit zu essen und Getränke ohne Zucker (z.B. Wasser/Mineralwasser, ungesüßte Tees) zu trinken.

Der zuckerfreie Vormittag ist gut für die Zähne, weil der Speichel eine Zeit ohne Zucker benötigt, um die Zähne schützen zu können. Grundvoraussetzung sind zuckerfreie Getränke. Zusätzlich regen Lebensmittel, die gut gekaut werden müssen, den Speichelfluss an.

In der Schule sind die Leistungsanforderungen hoch, dafür ist eine optimale Nährstoff- und Energieversorgung nötig. Ein Pausenfrühstück mit naturbelassenen Lebensmitteln enthält viele lebensnotwendige Nährstoffe, stellt Energie über eine lange Zeit bereit und schmeckt. Ein herzhaft belegtes Brot mit Wurst oder Käse, frisches Obst oder rohes Gemüse (Karotten, Tomaten, Gurken) sind bei Kindern besonders beliebt.

Die zuckerfreien Stunden am Vormittag erlauben einen süßen Nachtisch nach dem Mittagessen und das Naschen am Nachmittag in der Schule oder zu Hause, wobei gilt: Lieber mit Genuss und ohne schlechtes Gewissen ein leckeres Eis, ein Stück Kuchen, ein paar Gummibärchen auf einmal genießen als in kleinen Portionen über den Nachmittag verteilt!

Fazit: Der zuckerfreie Vormittag ist eine sinnvolle Lösung für den Umgang mit Süßigkeiten und süßen Getränken, fördert gleichzeitig eine gesunderhaltende Ernährung und somit eine optimale Entwicklung der Kinder.

 

Quelle: Dr. Ulrike Freund, Dipl.oec.troph., Dr. Andrea Thumeyer, Zahnärztin