Zertifizierung durch die APW und die DGParo

Dr. Wolfgang Stähler und Dr. Gudrun Stähler verfügen seit 2006 über eine zusätzliche umfangreiche Spezialausbildung mit abschließender Prüfung und Zertifizierung (Curriculum Parodontologie, www.dgparo.de).

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Als Parodontitis bezeichnet man eine in der Regel chronische Entzündung des Zahnhalteapparates aller Zähne, die von den Patienten in vielen Fällen nicht selbst bemerkt wird. Ursache ist eine Ansammlung von Bakterien an den Zahnfleischrändern und innerhalb der Zahnfleischtaschen, mit denen die eigene Körperabwehr überfordert ist. Der größte Risikofaktor für die Entwicklung einer schweren Parodontitis ist das Rauchen. Aber auch Diabetes und Störungen des Immunsystems tragen zum Schweregrad der Erkrankung bei bzw. werden umgekehrt durch unbehandelte Parodontitis noch verschlechtert. Die Langzeit-Folge sind Knochenabbau und Lockerung der Zähne bis hin zum Zahnverlust.

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Der Zahnhalteapparat (Parodontium von griechisch παρά [para] ‚neben‘ und ὀδούς, Gen. ὀδόντος [odontos] ‚Zahn‘) ist das funktionelle Verankerungssystem des Zahnes.
Die Parodontologie ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin und beschäftigt sich mit dem Zahnhalteapparat, seinen Erkrankungen und deren Therapien.

Die Vorbeugung und Behandlung der Parodontitis zählt seit Beginn unserer Praxistätigkeit zu einer der wichtigsten Aufgaben unserer Zahnarztpraxis und erfährt bei uns größte Aufmerksamkeit.

Angestrebtes und erreichbares Ziel ist es, von vornherein die Entstehung einer Parodontitis durch geeignete Maßnahmen zu verhindern bzw. hinauszuzögern. Eine gute Füllungstherapie und erfolgreiche Zahnersatzmaßnahmen sind ohne gesunde parodontale Verhältnisse  nicht möglich. Auch in der Implantologie sind profunde parodontologische Kenntnisse für den Behandler unerlässlich.

Wenn sich doch eine Parodontitis entwickelt hat, ist das Ziel der modernen Parodontitisbehandlung eine gründliche und schonende Reinigung der Zahnwurzeloberflächen und Zahntaschen (SRP = Scaling, Root Planing), um Entzündungsfreiheit zu erreichen. Bei schwerer chronischer und aggressiver Parodontitis ist eine zusätzliche adjuvante Antibiotika-Therapie für den dauerhaften Erfolg notwendig.

Durch die systematische antiinfektiöse Parodontitisbehandlung hat der Zahnhalteapparat die Chance, zu regenerieren und entzündungsfrei zu werden, so dass die Taschentiefen deutlich abnehmen und sich die Zähne im Idealfall wieder festigen können. Maßnahmen zum Wachstum von neuem Knochen (regenerative Parodontaltherapie) oder die Deckung freiliegender Zahnhälse (plastisch-ästhetische Parodontaltherapie) können erst dann diskutiert werden. Die Voraussetzung dafür und für ein Nicht-Wieder-Aufflammen der Parodontitis ist jedoch eine möglichst gute Belagsfreiheit der Zahn- und Wurzeloberflächen, die mittels regelmäßiger professioneller Zahnreinigung in der Unterstützenden Parodontitis-Therapie erreicht wird.